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Die Krippe

Geschrieben von IlkaHaas am 20. Dezember 2012 20:13 Uhr

    

Was ist das doch ein holdes
Kind,
Das man hier in der Krippe find't?
Ach, solch ein süßes
Kindelein,
Das muss gewiss vom Himmel sein.
Die Frau, die bei der Krippe kniet
Und selig auf das Kindlein sieht,
Das ist Maria, fromm und
rein,
Ihr mag recht froh im Herze sein.
Der Mann, der zu der Seite
steht
Und still hinauf zum Himmel fleht,
Das muss der fromme Joseph
sein,
Der tut sich auch des Kindleins freu'n.
Und was dort in der Ecke
liegt
Und nach dem Kindlein schaut vergnügt,
Ein Öchslein und ein
Eselein,
Das mögen gute Tierlein sein!
Und dort kommen, fromm und
gut,
Mit langem Stab und rundem Hut,
Das ist der Hirten fromme
Schar,
Die bringen ihre Gaben dar.
Und was den Stall so helle
macht,
Und was so lieblich singt und lacht,
Das sind die lieben
Engelein,
Die schau'n zu Tür und Fenster ein.
Und die dort kommen ganz
von fern
Und gläubig schauen nach dem Stern,
Das sind der Weisen Kön'ge
drei
Mit Weihrauch, Gold und Spezerei.
Und ob dem Hüttlein flammt der
Stern,
Der leuchtet nah und leuchtet fern;
Er leuchtet auch durch unsre
Zeit
Und leuchtet bis in Ewigkeit.
Sei hochgelobt, du dunkle
Zell'!
Durch die die ganze Welt wird hell.
Klein Kindlein in Mariens
Schoß,
Wie bist du so unendlich groß!
Luise Hensel 1798 - 1876

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